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01.06.10
01.06.10
Großkonzerne wechseln ins Apple-Lager
Dank iPhone und iPad wächst das Geschäft des US-Computerriesen Apple mit deutschen Unternehmen.

Bisher rümpften IT-Chefs von Unternehmen meist die Nase, wenn sie den Namen Apple hörten. Ein Produkt des US-Computerbauers in ihr Firmennetzwerk zu integrieren kam für viele nicht infrage – auch weil Apple in der Betreuung von Geschäftskunden nicht als erstklassig galt. Nur in Kreativbranchen wie der Werbewirtschaft kam der Konzern auf nennenswerte Marktanteile. Das ändert sich jetzt. In Deutschland steigt die Zahl der Unternehmen stark an, die ins Apple-Lager wechseln.

So testet BMW in einem Pilotversuch den unternehmensinternen Einsatz von iPhones, die die bisherigen Blackberry-Handys ersetzen sollen. Konkurrent Daimler rüstet versuchsweise 40 amerikanische Autohäuser mit iPads aus, damit sie direkt am Wagen Verkäufe besiegeln können. „Die Geräte eröffnen neue Chancen im Kundenumgang, und natürlich strahlt ihre Attraktivität auch auf den Nutzer ab“, sagt ein Daimler-Sprecher. Darauf hoffen offenbar auch deutsche Versicherer, die erwägen, Tausende Mitarbeiter im Außendienst mit dem Apple-Flachcomputer auszurüsten. „Wir werden in absehbarer Zeit in konkrete Feldversuche mit Vertretern einsteigen“, kündigt ein Allianz-Sprecher an.


Schon stellen Unternehmen ihre gesamte IT auf Apple um. Deutschlands größter Berater für Apple-IT, HSD Consult, kämpft mit Engpässen. „Wir konnten nicht so schnell wachsen, wie die Nachfrage nach Apple-Know-how in den IT-Abteilungen zunahm“, sagt Archibald Horlitz, Gesellschafter von HSD Consult und Chef von Gravis, dem größten deutschen Apple-Händler. Um alle Aufträge zügig abarbeiten zu können, stockte Horlitz seine Beratungskapazitäten auf. Vor einer Woche kaufte er das Münchner Systemhaus Equinux.

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